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Hochzeitstag

Lesezeit: 5 min
Ionovia

Am 24.04. hatten wir unseren 6. Hochzeitstag.

Das gab mir die Gelegenheit, mal wieder bewusst zurück zu schauen, was in den letzten 6 Jahren alles so passiert ist. Nun gut – die mich kennen wissen, das war nicht gerade wenig.

Aber eines war neu an diesem Hochzeitstag, und das machte ihn irgendwie besonders: Es war der erste Hochzeitstag, an dem mein Mann seinen neuen Namen trug. Mir wurde noch mal bewusst, dass zwar irgendwie alles beim alten geblieben ist, aber doch alles neu ist.

Wie ich ja schon geschrieben habe unter "Abschied und Neuanfang", war und ist die Namensänderung noch nicht so ganz einfach für mich. Es gelingt mir zwar sehr gut, gegenüber anderen den "neuen" Namen zu verwenden und wenn der "alte" Name verwendet wird, dann fühlt sich das schon ziemlich merkwürdig an. Aber, im Gespräch mit meinem Mann, da fällt es mir doch noch schwer. Ich weiss, dass er mich nicht unter Druck setzt und dafür bin ich ihm mehr als dankbar.

In den letzten Wochen habe ich das Schreiben doch sehr vernachlässigt, und das merke ich jetzt.

Irgendwie ist so viel passiert, das ich es kaum noch sortiert bekomme. Die letzten Tage waren schon sehr anstrengend. Auch wenn ich am Freitag bewusst meine Grenzen massiv überschritten habe, so hatte ich nicht damit gerechnet, dass es mich doch so aus den Schuhen haut. Nun gut, dann ist es eben so, dass ich auch heute zu kaum etwas in der Lage bin.

Gestern habe ich dann noch einige Zeit des Nachmittages genutzt, um einer meiner zur Zeit angesagten Lieblingsfreizeitbeschäftigungen nachzugehen – Nähen 🙂 , die zweite ist Lesen, oder umgekehrt? Naja, egal. Auf jeden Fall habe ich einige Projekte, die zur Zeit in der  Warteschleife liegen. Ich bin immer noch nicht dazu gekommen, die Projekte der letzten Wochen / Monate zu fotografieren und in meinem zweiten Blog zu verewigen…. ich hoffe, dass mir das in den nächsten Tagen endlich mal gelingt.

Gestern habe ich es dann endlich mal geschafft, mein bereits seit Wochen zugeschnittenes Kleid anzufangen…..

Heute hab ich mir dann die Zeit genommen, um mein neuestes erstandenes e-Book zu lesen: "Meine Hälfte von dir" von Nancy Salchow. Es ist ein tolles Buch, sie verarbeitet darin den Krebstod ihres Zwillingsbruders und auch den ihrer Mutter. Mich fasziniert ganz besonders, wie intensiv sie mit ihrem Bruder verbunden war / ist. Denn ich selbst habe keine Geschwister, daher kann ich nicht nachfühlen, wie es ist, einen Bruder oder eine Schwester zu haben.

Es ist nicht das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. Ihre Romane sind toll, doch ihre autobiographischen Bücher – sie gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Denn, ich kann mich in so vielen Einzelheiten wieder finden, auch sie leidet an Depressionen, auch ihr fällt es schwer, sich nicht dauernd Sorgen um andere zu machen sondern sich um sich selbst zu kümmern. Und auch sie hat die große Liebe gefunden. Womit wir wieder beim Hochzeitstag wären ^^

Ja, mein Mann ist meine große Liebe. Ich bin so dankbar, dass er seit 6 Jahren an meiner Seite ist. Er hat soviel Verständnis für mich, er hilft mir auf mich zu achten. Oft genug ist er es, der mich zum Nähen schickt. Manchmal hab ich ein schlechtes Gewissen, dass ich soviel für mich mache. Aber auf der anderen Seite weiss ich auch, wie wichtig das für mich ist.

An manchen Tagen würde ich am liebsten den ganzen Tag im Kelleratelier bleiben und nähen. Doch – ich hab ja auch noch Familie, um die ich ich kümmern muss. Und, das ist nicht immer so ganz einfach. Es gibt Zeiten, an denen fällt es mir besonders schwer, und an anderen Tagen gibt es nichts Schöneres als meinen Kleinen Floh um mich zu haben. Und doch bin ich froooohhhhh, wenn er ab August in den Kindergarten geht. Dann ist er wenigstens mal bis 14:00 ausgelastet. Und ich kann auch mal ein wenig durchatmen ( und nähen 😉 )

Hoffentlich kann ich die Zeit auch wirklich so nutzen und werde nicht direkt zum Arbeiten gezogen – naja, ich werde es abwarten müssen und mir nicht schon wieder Sorgen um ungelegte Eier machen.

Ich könnte mich ja auch mit der Näherei selbstständig machen….. ja klaaaar, weil ich ja sonst keine Sorgen habe. Außerdem fehlt mir doch ein wenig die Kreativität, um eigene Anleitungen zu entwerfen und dann das fertige Ergebnis verkaufen zu können. Also wird es weiter nur ein wunderschönes Hobby bleiben – und das ist auch absolut ausreichend.

Ionovia

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