ionovia alltagswahnsinn

Aaaahhhhh – wo ist die Zeit geblieben?

Lesezeit: 5 min
Ionovia

Schon länger bin ich überlegen, mal wieder was zu schreiben – doch irgendwie hat es nicht geklappt. Entweder hatte ich gerade dann keine Zeit oder die Motivation hat mich verlassen. So nach dem Motto: wen interessiert es schon, was ich schreibe.

Doch heute bin ich über einen für mich sehr interessanten Artikel in einem Blog gestolpert – und da habe ich beschlossen, dass es dringend Zeit wird mal wieder was zu schreiben – egal ob es jemand liest oder nicht.

Man man, mehr als 7 Monate ist es schon her, dass ich hier meinen Senf abgegeben habe. Und irgendwie kommt es mir trotzdem so vor, als wäre es erst vor einigen Tagen gewesen.

Denn soviel ist passiert in den letzten Monaten, da komm ich ja fast kaum hinterher, das alles nachzutragen.

Es war eine sehr abwechslungsreiche Zeit mit einigen Tiefs, recht vielen Hochs und einer großen Anstrengung.

Und von der Anstrengung brauch ich noch ein wenig Erholung. Denn in einigen Wochen geht mein Liebling wieder für 3- 4 Monate in die Klinik zur Traumatherapie. Das wird dann auch wieder eine anstrengende Zeit hier zu Hause.

Doch, zum Glück habe ich mittlerweile recht gut gelernt, auf mich zu achten und mir die nötige Ruhe zu gönnen, die ich brauche ohne ein schlechtes Gewissen.

Und – wenn dann wieder Kindergarten ist, dann hab ich auch die Vormittage wieder Zeit, um meine Nähmaschine zum Summen zu bringen. Im Moment kann ich mich nicht wirklich durchringen dazu – denn die Motivation fehlt. Habe zwar einige Projekte, die ich noch erledigen möchte, aber ich komme nicht wirklich dran.

Aber – es zwingt mich ja keiner. Denn schließlich ist es mein Hobby und keine Zwangsveranstaltung.

Es fällt immer wieder noch schwer, mir nicht selbst einen gewissen Leistungsdruck aufzuerlegen – sondern zu akzeptieren, dass es eben zur Zeit so ist, dass meine Kraftreserven aufgebraucht sind. Und es benötigt jetzt erstmal Zeit, um den Kraftpegel wieder aufzufüllen, damit dann auch wieder was in den Reservetank gefüllt werden kann. Denn, je mehr ich versuche, das zu beschleunigen und mich unter Druck zu setzen, um so länger dauert es. Ich weiß das auch – und trotzdem ist ein täglicher Kampf. Gerade was das Nähen betrifft, kostet es mich jedesmal ein bewusstes Denken und Handeln, mich der Frage zu stellen: Geh ich jetzt nähen oder nicht?! Kostet es mich mehr Kraft als es mir bringt? Und im Moment ist es noch so, dass ich zwar gerne mich an meine Projekte setzen möchte, da ich weiss, wieviel Spaß es mir ja auch macht, aber die Kraft eben noch nicht da ist. Und so kostet es mich mehr Kraft als es mir bringt. Deswegen muss ich hier auch noch langsam machen.

Aber, ich schaffe es jeden Tag ca. 10 – 15 Minuten am Stück zu lesen, mich auf den Balkon zu setzen und die Sonne zu genießen ( wenn sie denn mal scheint ^^) und weitestgehend meinen Haushalt zu erledigen.

Ja, auch hier muss ich mich gerade davon abhalten zu denken: na, 10 – 15 Minuten Lesen am Stück sind ja nicht wirklich viel. Auch hier ist es Kampf, nicht in die alte Gedankenspirale zu verfallen und mich selbst fertig zu machen. Sondern mir die Ruhe zu gönnen – und im Vergleich zu dem, wie es mir noch vor einigen Wochen ging, da habe ich nämlich nicht geschafft, auch nur 5 Minuten am Stück zu lesen, ist das jetzt schon viel.

Und – diese 10 – 15 Minuten Lesen nehme ich auch bewusst war, ok mal mehr mal weniger. Umso wichtiger ist es, stelle ich gerade fest, dass ich mir durch das Aufschreiben gerade solche Kleinigkeiten in den Sinn rufe. Das habe ich definitiv in den letzten Monaten viel zu sehr vernachlässigt.

Meine Gedanken kreisten viel zu sehr um das, was nicht gut gelaufen ist, um das, was ich meiner Meinung nach hätte besser machen können, mehr machen können. Dabei gibt es so viele Kleinigkeiten, die jeden Tag gut laufen, die ich jeden Tag meistere. Und – ich muss mich wieder mehr auf diese Dinge konzentrieren.

Ich kann von Glück sagen, dass ich einen Mann an meiner Seite habe, der mich immer wieder auffängt, der mir immer wieder hilft, in die richtige Richtung zu schauen und meinen Blick auf das zu lenken, was Positiv ist. Aber erst, wenn ich es selber schaffe, das Positive zu sehen kann ich auch wieder Kraft tanken.

Ionovia

Wie sehr gefällt dir dieser Beitrag?

Anklicken um zu bewerten

Durchschnittliche Bewertung / 5. Bewertungen:

1 Kommentar

  1. Es ist gut, wieder etwas von dir hier zu lesen. Ja, es war sehr viel in der letzten Zeit los. Das alles im Detail aufzuschreiben würde wohl schon wieder ein Buch füllen. Doch wichtig ist hier wohl hauptsächlich, dass du es geschafft hast! Du hast alle diese Dinge gemeistert! Und immer besser achtest du auf dich.

    Danke dafür und mache bitte weiter so! Ich bin stolz auf dich!

Kein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu (Pflichtfeld)