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Ich glaube ich schreibe heute etwas mehr

Lesezeit: 3 min
chameleon author

Irgendwie war gestern der Wurm drin… eher die Schnecke… eine langsame Schnecke… eine ganz langsame Schnecke… also so richtig langsam… So das Gegenteil von Turbo die Rennschnecke. Eher so wie in einem meiner Lieblingsbücher: Die Entdeckung der Langsamkeit. Ziemlich zum Leidwesen meiner Frau.

Vorgestern war noch so viel Energie da, dass fast alle Balkontöpfe mit Saatgut bestückt wurden. Verschieden Blume und Kräuter sollten als in den nächsten Tagen anfangen zu keimen. Doch gestern war alles wie in Zeitlupe und das Körpergefühl war mehr als nur schräg. Die Hände wirkten riesig, die Beine schwer. Beim Termin mit dem Betreuer kam ich mir vor wie Baymax.

Für Dinge außerhalb der 111 Tasten meiner Tastatur war dann aber alles verlangsamt. Ich war so lahm, dass meine Frau mich an den Computer geschickt hat, damit ich ihr in der Küche nicht im Weg stehe. Interessanterweise ist es den Händen auf der Tastatur egal und sie schreiben weiterhin flink ihren Code um Webseiten zu optimieren oder auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.

Es fehlte also aber auch die Kraft und Geschwindigkeit das Brot selber komplett fertig zu backen. Den Sauerteig hatte ich am Vortag bereits seiner 3-Stufen-Führung unterzogen, aber den Rest musste dann meine Frau machen. Auch wenn das Stürzen des Teiges aus den Gär-Formen nicht sauber funktioniert hat – dem Geschmack des Brotes tat das keinen Abbruch. Es ist einfach lecker und die Porung wird auch immer besser, je älter der Sauerteig wird. Echt toll!

Für das geplante Wursten war dann definitiv keine Kraft da. Also wurde es mit viel Vernunft auf die nächste Woche verschoben – Fleischeinkauf inklusive. Sobald da die ersten Ergebnisse zu sehen sind, werdet ihr es erfahren 🙂

Erst im Laufe des Tages wurde es Stück für Stück besser. Immerhin konnte ich meiner Frau noch eine Freude machen und drei Blümchen in den letzten noch freien Blumenkübel setzen.

Blumen

Heute sieht es dann doch wieder gut aus. Eine weitere Webseite konnte angepasst und somit für die Umsetzung der DSGVO vorbereitet werden, die körperliche Wahrnehmung und die reale Geschwindigkeit liegen wohl wieder im Normalbereich. Ich habe in der Wohnung und draußen den Weg am Hauseingang gefegt. Bei dem Wetter ist das auch echt angenehm gewesen. Gleich noch etwas Büroarbeit und ein zweiter Beitrag wird sich danach auch noch auf den Weg machen.

Chamëleon

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5 Kommentare

  1. Zum Glück ist es heute besser, so das ich dich nicht mehr an den PC schicken musste, da bist du heute freiwillig hingegangen
    Aber ich bin froh, dass es dir heute wieder besser geht

  2. Ja, solche schwerfälligen Tage kenn ich auch….Grund ist immer, dass da welche in mir schwer tragen….
    Mit Deinem Text über das Säen auf dem Balkonkasten, hast Du mich richtig motiviert auch im Blog zu meinem Garten was zu schreiben.
    Gut, dass Du auch "schnellere – leichtere" Tage hast.
    Liebe Grüßle
    Melinas

  3. Hallo, ich finde es nicht so schlimm das es auch mal bei dir langsam vorwärts geht. Vllt müsste es sein. Wer weiß was da alles in und noch schlummert. Mir ging es heute kurzzeitig auch nicht gut. Ein Anteil hat sich gemeldet und mich komplett aus der Bahn geworfen.
    Aber ich sehe es geht bei dir aufwärts, das ist doch toll. Ich freue mich immer was von dir zu lesen.

    Liebe Grüße
    Maryla

  4. Da war wohl was los in euch. Find es krass, dass ihr trotzdem so viel geleistet habt.
    Ich bin an solchen Tagen meist zu nichts zu gebrauchen. Wenn ich dann mit meinem Hund gehe, übernimmt der die Führung, dreht sich dauern um und wartet auf mich, weil ich nicht vorwärts kom. Ein Weg von 10 Minuten ist nach einer halben Stunde immer noch nicht geschafft…
    Alles Liebe euch.

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